CARRÉ PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH

Aktuell

15.09.2020

Gewerbe- und Industriebau – Mitarbeiter stehen im Fokus!

In der Septemberausgabe des Magazins Netzwerk Südbaden setzt sich Klaus Wehrle mit der Wichtigkeit eines ansprechenden Arbeitsplatzes auseinander

Ruheraum in unserem Büro in Gutach

Trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage ist die Suche nach Fachkräften – nach wie vor- ein wichtiges Thema. Die demographische Entwicklung wird diesen Aspekt noch weiter verschärfen. Unternehmen investieren gezielt in ein innovatives Arbeitsumfeld, auch um ihre Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

 

„Unsere Mitarbeiter sollen sich bei uns zu Hause fühlen“. Diesen Satz höre ich nicht nur bei Dienstleistern, die einem Bürojob nachgehen, sondern mittlerweile auch bei Unternehmen im produzierenden Gewerbe.

 

„Zu Hause“, was heißt das? Hier fallen mir Begriffe ein, wie Sicherheit und Geborgenheit. In einem solche Umfeld entwickelt man hohe Kreativität und Leistungsbereitschaft. Menschen brauchen einen gewohnten Kontext, um sich sicher zu fühlen. Das ist evolutionär in uns verankert und hat sich über tausende von Jahren entwickelt. Diese Gedanken stehen am Anfang einer Planung aber nicht wirklich im Mittelpunkt der Überlegungen. Viel eher das Bewusstsein der Unternehmer, dass es auf dem Arbeitsmarkt eine Knappheit von Fachpersonal gibt, denen man neben einer angemessenen Bezahlung auch ein gutes Arbeitsumfeld bieten muss. Wenn das Team dadurch zusätzlich produktiver wird, dann umso besser.

 

Das Lösungsprogramm dafür ist vielschichtig. Jeder Arbeitsplatz muss sich in einem angenehmen und anregenden Umfeld befinden. Selbstverständlich gibt es für einen Produktionsarbeitsplatz in einem Industriebetrieb andere Rahmenbedingungen als bei einem Büroarbeitsplatz. Das Prüfmuster für einen Planer umfasst aber immer die gleichen Parameter, diese sind: Funktion, Licht, Luft, Klima, Materialität und Farbe. Bei einer guten Planung kommt es darauf an, ein sinnvolles Zusammenspiel dieser Komponenten zu erreichen. Dabei sollte es keine Dogmen geben. Wir haben Kunden die Metallverarbeiter sind und ganz bewusst eine Produktionshalle aus Holz errichten lassen, weil sie neben der Erzielung günstiger Baukosten, auch eine angenehme Raumatmosphäre schaffen wollen. Es geht aber nicht nur um die Arbeitsplätze. Neben Pausenräumen oder Kantinen braucht es auch Zonen, in denen sich einzelne Mitarbeiter mal in Ruhe unterhalten können. Im Übrigen werden viele beruflichen Probleme beim gemeinsamen Mittagessen besprochen und nicht selten sogar gelöst. Ganz Mutige schaffen in ihrem Unternehmen „Kreativ- und Ruhezonen“. Das sind Orte, die zusätzlich zum gewöhnlichen Raumprogramm existieren, in denen man sich zur Stillarbeit zurückziehen kann, oder sich nach der Mittagpause einfach mal 15 Minuten einen Power Nap gönnt. Die Erfahrungen unserer Kunden mit diesen innovativen Ansätzen sind sehr positiv.

 

Fazit: Arbeitsplätze der Zukunft müssen sexy sein, dafür braucht es in erster Linie Kreativität. Geld spielt dabei nicht die entscheidende Rolle, man kann das auch mit einem sparsamen Budget lösen.

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